Senioren: Fahrt zu Wallfahrtskirchen i.d.Opf - 19.07.2017

Die Senioren der Pfarrei besuchten bei ihrem Auflug im Juli bekannte Wallfahrtskirchen in der Oberpfalz. Über Amberg und Kastl steuerte die Reisegruppe unter Leitung von Johanna Laumer im Bus als erstes Ziel die Wallfahrtskirche »Maria Namen« in Trautmannshofen am Oberpfälzer Jakobsweg an. Johanna Laumer gab im Gotteshaus einen kurzen Überblick über die Geschichte. Im 14. Jahrhundert wurde bereits an diesem Ort ein kleines Kirchlein erwähnt, nach dem 30jährigen Krieg ein Kirchenbau durch den bekannten Baumeister Gerog Dienzenhofer begonnen und 1691 wurde die Wallfahrtskirche mit ihrer reichen barocken Innenausstattung eingeweiht. Sie zählt zu den ältesten und bekanntesten Marienwallfahrtsorten in der Oberpfalz. Im September wird jedes Jahr, als Höhepunkt des Wallfahrtsjahres, die »Trautmannshofener Kirchweih« gefeiert.


Weiter ging die Fahrt zum Rosenfriedhof nach Dietkirchen. Schon von weitem leuchtete ein Meer aus roten Rosen den Auflüglern entgegen. Der frühere Pfarrer von Dietkirchen Johannes Weis, gründete diese besondere Ruhestätte um die historische Kirche. Jedes der ca. 200 Gräber ist mit roten Rosen, die besonders gepflegt werden und kunstvollen schmiedeeisernen Kreuzen geschmückt.

Als letzes Ziel ging es hinauf auf den 621m hohen Habsberg, einem markanten Punkt bei Velburg im Landkreis Neumarkt. Vor der Führung in der Wallfahrtskirche gönnten sich die Senioren in der benachbarten Gaststätte einen Kaffee oder ein leckeres Eis. Anschließend führte Herr Eichenseer mit vielen Informationen durch die Kirche »Mariä Heimsuchung«. Im 11. Jahrhundert stand eine Burg auf dem Habsberg, erbaut von den Grafen von Sulzbach-Kastl-Habsberg. Um 1500 wurde die Burg geräumt und zum Dank für die Heilung von einer Krankheit, ließ der Gerichtspfleger Johannes Panzer aus den Resten der Bugruine eine Kapelle errichten. 1680 begann die Wallfahrt, doch bald wurde die Kapelle zu klein. 1761-1773 wurde die Wallfahrtskirche im Rokoko-Stil erbaut. Zu dieser Zeit kamen bereits 20.000 Pilger zur Wallfahrt »Maria, Heil der Kranken« aus der Oberpfalz und Franken. Seit 2010 ist eine schöne Wallfahrtsmadonna in der Kirche zu sehen. Besonders beeindruckt waren die Senioren beim Kirchenrundgang von dem bedeutenden Rokoko-Hochaltar. Auch der kleinen Gnadenkapelle gegenüber stattete man einen Besuch ab und zündete nach einem stillen Gebet eine Kerze an. In der Wallfahrtsgaststätte auf dem Habsberg erwartete man bereits die Reisenden und servierte zum Ende der Seniorenfahrt reichhaltige, gute Brotzeiten. Nach dieser gemütlichen Einkehr traten die Senioren die Rückfahrt nach Weiden an.


Text + Bilder: Gaby Narozny
23. Juli 2017