KAB: Adventfahrt Wasserburg/Inn - 30.11.2013

Die 15 Adventfahrt der KAB St. Konrad in Folge – im mit 59 Personen vollbesetztem Bus – ging diesmal nach Wasserburg am Inn.

Zuerst besuchte die Gruppe das Wegmachermuseum. Der Wegmacher hatte bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts die Aufgabe, die Fahrwege und Straßen instand zu halten, in Wasserburg zählte dazu auch der Brückenbau. Zahlreiche Exponate und Dokumente veranschaulichen die Entwicklung des taßenunterhaltungsdienstes. Zu sehen war u. a. auch eine aus dem Jahre 1900 stammende 12 to Dampfwalze. Eine Urkunde aus dem Jahre 1811 belegte die Kosten für den Brückenbau über den Inn mit 30.077 Gulden, heute 3,2 Mill. €. Diese Brücke wurde aber 5 Jahre später durch Eisstoß und Hochwasser wieder zerstört.

Nach dem Mittagessen auf dem Kellerberg, wo man einen herrlichen Blick auf die Altstadt hatte, erwarteten uns die Stadtführer. Wasserburg mit seinen ca. 13 000 Einwohnern ist zu 7/8 vom Inn umgeben, ist aber seit 2006 hochwasserfrei.

Die mittelalterliche Altstadt mit ihren Laubengängen und schmucken Erkern ist noch fast vollständig erhalten. Dazu gab es von den Stadtführern Interessantes zu erzählen. So hatte 1840 der Magistrat der Stadt für die Fenster, die zur Straßenseite lagen, eine Fenstersteuer eingeführt. Den Frauen war es nicht erlaubt aus dem Fenster zu sehen. Durch einen Erkeranbau mit kleinen Seitenfenstern war es für die Frauen dann doch möglich, das Treiben auf den Straßen zu beobachten.
An der Wasserstraße Inn gelegen war Wasserburg bis zum 19. Jahrhundert der Umschlagort für Waren aus Österreich, Italien und den Balkan und in seiner Funktion auch der Hafen für München.
Die Führung endete beim Stadtmuseum, wo auch eine Sonderausstellung über Weihnachtsbräuche aus anderen europäischen Ländern gezeigt wurde. Danach konnte jeder die Weihnachtsmärkte besuchen, die auf verschiedenen Plätzen der Stadt aufgebaut waren.
Auf der Rückfahrt gab es Punsch und Lebkuchen und für jeden ein kleines Präsent. Vorsitzender Herbert Ditz bedankte sich bei Xaver Spies für die gute Organisation der Adventfahrt.




Text und Bilder: Johannes Zierock, Schriftführer und Pressebeauftragter
17. Dezember 2013