Frauenbund + KAB: Vortrag Schwester Zukic: „Was wir denken, das fühlen wir“ - 01.04.2014

Schwester Teresa Zukic: Lachen ist die beste Medizin

Weiden. (rdo) Was als Schnäppchen gedacht war entpuppt sich manchmal mit dem einen oder anderen Schönheitsfehler. Fast alles können wir zurückgeben, aber bei unseren Mitmenschen gibt es keinen Umtausch. Entweder wir nehmen ihre Macken an, lehnen sie ab oder lernen mit den Eigenheiten umzugehen.

Zum Thema „Jeder ist normal, bist du ihn kennst“ begrüßte Herbert Dietz als Vorsitzender der KAB St. Konrad auch im Namen des Kath. Frauenbundes St. Konrad und der Kath. Erwachsenenbildung im vollbesetzten Saal des Seniorenheimes am Hammerweg Referentin Schwester Teresa Zukic.
Die Ordensfrau aus der Kommunität der Geschwister Jesu im fränkischen Weisendorf ist bekannt aus Funk und Fernsehen, mehrfache Buchautorin, stellte auch einen Kochkurs ins Internet und hielt letztjährig 184 Vorträge.

„Wir alle sind nicht perfekt, jeder habe seine Macken und Neigungen mit Fehler. Allein sein sei keine Lösung“, erläuterte die Ordensschwester. Laut einer Studie sei die Sterberate von Einzelgängern dreimal so hoch wie bei Menschen in Gemeinschaft. Das Motto sollte lauten: „Lieber einen Schokoladenkuchen in Geselligkeit als einen Rosenkohl alleine.“

Zum Kränken gehören zwei Beteiligte, der kränkt und der es erlaubt. Nur verletzte Menschen verletzen. Wir können aber lernen mit den Menschen besser umzugehen, ohne uns selbst Permanent kränken zu lassen. Es gelte „Stopp“ zu sagen. Schwester Teresa nannte das ABC der kognitiven Verhaltenstherapie mit Beurteilung der Situation, die Bewertung und die Stimmungslage. „Was wir denken – das fühlen wir. Negative Gedanken machen negative Gefühle. Aber jeder kann seine Gedanken beeinflussen.“

Die Nachricht ist der Welt ein Lächeln zu schenken. Ein Lachen nimmt dem Anderen die Macht und sei die beste Medizin (Hintergrund). Die Ordensfrau bezog sich auch auf den christlichen Glauben: Einer kennt alles, das ist Gott der Herr, das sei die frohe Botschaft und Gute, er verzaubert die Welt mit seiner Barmherzigkeit. „So ein Applaus bedarf keiner Worte“, sagte Herbert Dietz und dankte zusammen mit Agnes Hartwich (Kath. Frauenbund) Schwester Teresa für ihren „einmaligen“ Vortrag. Sie hat es verstanden, den Funken auf das Publikum überspringen zu lassen und es zum Lachen zu animieren.

Hintergrund: Lachen ist die beste Medizin
„Was sich lohnt ist das Lachen. Beim Lachen lösen sich Hemmungen und Blockaden. Es gibt keine schlimmen Gedanken, sondern nur schlimme Bewertungen.“ Darum erzählte Schwester Teresa einen Witz:
„Ein Ehepaar feiert den 60. Geburtstag des Mannes, dazu hat er einen Wunsch frei. Er wünschte sich eine 30 Jahre jüngere Frau! Sein Wunsch ging prompt in Erfüllung. Abrakadabra – er wurde sofort 90 Jahre alt und hatte die 30 Jahre jüngere Frau!“






Text: Reinhold Dobmeier (rdo) DnT Bilder: Johannes Zierock, KAB Schriftführer und Pressebeauftragter
11. April 2014