KAB: Traditionelle Chinesische Medizin - 14.04.2015

Vortrag über die Chinesische Gesundheitslehre

Die Jahrtausendealte Chinesische Gesundheitslehre war das Thema von Frau Herlinde Stilp aus Weiden, bei der KAB St. Konrad. Im vollbesetzten Pfarrsaal erklärte sie die Vorgehensweise aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) durch eine mit vielen Schaubildern aufgebaute PowerPoint Präsentation. Die TCM kann bei akuten und chronischen Erkrankungen angewendet werden, auch als Begleitung zur schulmedizinischen Behandlung. Beispiele für mögliche Anwendungsbereiche sind: Allergien, Krebs- und Schmerzerkrankungen, Migräne, Verdauungsstörungen, Asthma, Erkältungskrankheiten. Mit ihrem fundierten Wissen als Dozentin über die TCM konnte Frau Stilp in mehreren Jahren schon vielen Menschen helfen. Zudem ist sie auch als Tierheilpraktikerin tätig.
Anstelle mit modernen Geräten wie bei der westlichen Medizin mit Blutanalysen, Symtombehandlungen (nur ein Organ wird behandelt), was als kurieren von Krankheiten (= Nachsorge) zu betrachten ist, werden bei der östlichen Medizin über eine ganzheitliche Herangehensweise auf der Grundlage von differenzierten Methoden individuelle Therapien entwickelt. Ziel der Behandlung ist es, den freien Fluss der Energie (Qi) des Menschen wiederherzustellen, ihn in seine Mitte zu bringen und ihm eine gesunde Lebensweise im Einklang der Natur und Umwelt nahezubringen. Dabei ist der Arzt oder Heilpraktiker auf seine 5 Sinne angewiesen. Über die 4 Untersuchungsmethoden (Befragen, Betrachten, Hören und Riechen, Betasten) wird der Mensch als Ganzes behandelt um seine Gesundheit zu erhalten (= Vorsorge)! Ihr Schlussgedanke lautete: „Jeden Tag treffen wir neu die Entscheidung über unsere Gesundheit, indem wir unsere Nahrung auswählen, Stress zulassen oder vermeiden, für genügend Bewegung und Ruhe sorgen und darauf achten, wie wir denken.“
Nach ihrem Vortrag ging Frau Stilp am Tisch noch auf Einzelfragen zu verschieden Krankheits- und Beschwerdebildern ein und bot ihre Hilfe bei der Anwendung der TCM an. KAB Vorsitzender Herbert Ditz bedankte für die tiefen Einblicke in die Chinesische Gesundheitslehre.





Text und Bilder: Johannes Zierock
24. April 2015