Frauenbund: Kirchweihfahrt nach Oberviechtach - 19.10.2015

Der Kath. Frauenbund St. Konrad hatte Oberviechtach als Ziel der Kirchweihfahrt gewählt. Bei schönem Wetter genossen 50 Frauen, unter Leitung von Agnes Hartwig, die herbstliche Landschaft des Oberpfälzer Waldes und Kaffeespezialitäten und hausgemachten Kuchen im Cafe Weigl im Zentrum von Oberviechtach. Danach stand im nahegelegenen Eisenbarth Museum eine Besichtigung auf dem Programm. In zwei Gruppen erkundeten die Frauen bei der einstündigen Führung die Abteilungen Gold im Raum Oberviechtach, Doktor Eisenbarth, Hinterglasmalerei, Handwerk und Hausnamen. Bereits im Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert waren im Raum Oberviechtach Goldsucher unterwegs und fanden das Edelmetall im Gestein und in Bächen. Goldfunde und historische Werkzeuge konnten die Besucherinnen bestaunen und lernten auch den Unterschied zwischen Berggold und Seifengold kennen.

Auf besonderes Interesse stieß die Abteilung über Dr. Eisenbarth, dem berühmten Sohn der Stadt. 1663 wurde er in Oberviechtach geboren, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und hatte durch sein Geschick als Handwerker-Chirurg (damalige Bezeichnung für einen Arzt) und seine Reisen viel Erfolg. Er unternahm schwierige chirurgische Eingriffe, behandelte seine Patienten mit Tinkturen, Salben und Pflaster, die er teilweise selbst herstellte und wurde sogar Wundarzt und Hof-Augenarzt von König Friedrich Wilhelm I. Als Erinnerung an sein Wirken werden jedes Jahr in der Stadt die Freilichtspiele Dr. Eisenbarth aufgeführt.

In der Abteilung Handwerk und Hausnamen, im Dachgeschoss des Museums, wurden alte Handwerksberufe und Hausnamen vorgestellt. Hier endete die interessante, kurzweilige Führung durch das Haus. Bei einem kurzen Besuch in der Stadtpfarrkirche sangen die Frauen Marienlieder und hielten mit Gebeten kurz inne.

Als gelungenen Ausklang der Kirchweihfahrt kehrten die Frauenbundfrauen im Landgasthof Hammerschänke in Lukahammer, mit dem größten Maßkrug der Welt, (3,80 Meter hoch) ein.




Text + Bilder: Gaby Narozny (Schriftführerin)
29. Oktober 2015