KAB: Weihnachtskonzert mit Brigitte Traeger - 26.12.2015

Mit ganzem Herzen

In der Konradskirche blieb kein Platz frei. 400 Besucher lauschten dem Weihnachtskonzert von Brigitte Traeger – und waren begeistert.
»Ein Christbaum für die ganze Welt«, sang sie. Und ein ganz besonders prächtiges Exemplar schmückte den Altarraum hinter ihr. Eine wundervolle Krippe, ein anmutiges Konzert: Der Pleysteinerin gelang ein stimmungsvolles Gastspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag. Der Reinerlös floss einmal mehr in den Neubau des Kindergartens und des Pfarrzentrums der Pfarrgemeinde St. Konrad. Eingeladen hatte die KAB unter Vorsitz von Herbert Dietz. Stadtdekan Johannes Lukas nutzte die Gelegenheit, seinen Schäfchen noch einmal »frohe Weihnachten« zu wünschen.

Innere Werte

Am Beispiel einer kleinen Kerze, die nicht brennen wollte, erklärte die beliebte Volksmusiksängerin ihren Zuhörern, dass es völliger Unsinn sei, nur auf sein Äußeres zu achten und die inneren Werte zu vernachlässigen. Denn auf die komme es an im Leben. Darauf, was man daraus mache. Deshalb der Rat einer alten, abgebrannten Kerze an das Jungchen: »Ja, wenn du nicht brennst, bist du tot, noch bevor du gelebt hast.«»Unruhig ist unser Herz«, begann die Künstlerin ihr Konzert. Vor ihr auf den Treppenstufen brannten Kerzen. »Ich schau’ auf den Kalender«, sang Brigitte Traeger. Zu Gehör kamen nicht nur bekannte Weihnachtsweisen, sondern oft auch nachdenkliche Lieder und welche zum Schmunzeln. Man spürte – und wenn man die Sängerin kennt, dann weiß man es: Die Oberpfälzerin steht mit jeder Faser ihres Herzens hinter dem, was sie interpretiert. »Liebe heißt, Feuer zu sein, ohne einander zu verbrennen. Einander nahe zu sein, ohne einander zu besitzen.« Jeder einzelne Mensch sei von Gott persönlich auf diese Welt geschickt worden. Jeder, als sein eigenes Licht.« Sie sang von der »Rose«, das »Gloria« und das »Hallelujah«.

Drei Wünsche

»Manchmal brauchst du einen Engel.« Sie kommunizierte mit einem Stern, äußerte drei Wünsche und faszinierte mit »Heidschi Bumbeidschi«, »Feliz Navidad« und dem »Little Drummer Boy«. Brigitte Traeger zog ihr Publikum in den Bann. Mit nachdenklichen Worten und wunderschöner Musik. Manchmal durften alle mitsingen – zum Beispiel bei »Süßer die Glocken nie klingen.«

Text + Bild: H. Kunz, DerNeueTag
27. Dezember 2015